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Wenn es Bindfäden regnet … 

Glen Canyon Staudamm Tour, Radio Tower Rock

 

Wir konnten froh sein, dass die Marble Canyon Lodge die Reservierung nicht eingebucht hat, denn spätestens jetzt hätten wir wetterbedingt alle Pläne ändern müssen.  

Mit dem Super 8 waren wir absolut zufrieden. Das Frühstücksangebot ist eher bescheiden, aber sonst gab es an dem Motel nichts auszusetzen.  

Da es regnete, konnten wir weder Dirtroads fahren, noch wandern. Matsch an den Reifen oder an den Wanderschuhen führt unweigerlich zum Schlittern. Plan C musste her.  

Wie oft sind wir schon über die Glen Canyon Brücke gefahren, doch ins Visitor Center vom Staudamm sind wir noch nie hineingegangen.  

Wir meldeten uns zur ersten Staudamm-Tour des Tages an und nach der Sicherheitskontrolle fuhr unsere Gruppe mit dem Aufzug nach unten. Von dort aus ging es auf die Staumauer hinaus und wir hatten keinen Schirm dabei.

Eine Turbine.

Unsere Gruppe wurden übrigens ständig von mindestens einem Sicherheitsmitarbeiter beobachtet und bewacht. 

 

In dem Häuschen saß auch einer. Wir gingen noch ein Stück bis zu den Aufzügen rechts im Bild weiter.

 Aber nicht ohne einen Blick in die Tiefe und auf die Brücke zu werfen. 

Mittlerweile war ich tropfnass. Was musste die Führerin auch so viel quasseln und die älteren Herrschaften so viel fragen? 

 

Unten angekommen, regnete es regelrecht Bindfäden und wir waren froh, dass der Durchgang überdacht ist.

Ganz schön weit oben das Visitor Center.

 Mollig warm war es in der Turbinenhalle. 

 Zurück sind wir gerannt.

Im Visitor Center schauten wir uns den Film zum Bau des Staudamms an. Danach gingen wir noch in den Laden und erstanden zwei Trail Maps von National Geographic. Sprich, wir haben einfach Zeit geschunden, weil wir nichts anderes machen konnten.  

 

Als der Regen nachließ, fuhren wir nach Page zurück und hielten am Aussichtspunkt.

Dann plötzlich klarte es auf. Die Regenpause nutzten wir, um wenigstens Plan B in die Tat umzusetzen.  

 

Wir fuhren wieder über die Stahlbrücke und bogen dort beim Milemarker 550 links ab. Das ist dieselbe Zufahrt wie zur New Wave.

Doch so weit fuhren wir nicht und parkten hier.

Von dort aus führt ein Trampelpfad in südlicher Richtung zu einer Felsrinne, die immer schmäler wird.

Wir folgten den Bikerspuren

bis rechts das Felsmassiv kommt. Dort suchten wir uns einen weniger steilen Aufstieg, um zu dem Felsen rechts oben zu gelangen.

 Sobald man den Felsen an der Außenseite umrundet hat, ist der Radio Tower Rock zu sehen.

Der Rock ist eigentlich mehr ein Hoodoo und sieht von der anderen Seite so aus. 

Wir erkundeten das Gebiet bis zur nächsten Felsgruppe.

Ebenso wie im gegenüberliegenden Gebiet der New Wave macht die Erkundung Spaß und es lässt sich gut zwischen den Felsen umherwandern. 

 

Nach einer Stunde waren wir zurück am Parkplatz und verspeisten unsere Brote. 

Wir hatten die Regenlücke genau ausgenützt, denn kaum saßen wir im Auto, setzte ein heftiger Dauerregen ein. Das Paria Plateau war in schwarze Wolken gehüllt und wir waren froh, in Page zu sein.  

Einen Abstecher machten wir noch hinunter zum Lone Rock Campground.

Dort hatte sich jeder Camper verkrochen. An der Zufahrt stehen große Müllcontainer und da nun keine Zeltübernachtung mehr bevorstand, entsorgten wir hier unseren ausgedienten Papp-Lokus samt Katzenstreu.  

 

Gut, dass es in Page einen Walmart gibt. Da konnten wir endlich mal in Ruhe durch die Reihen schlendern.  

Am Abend regnete es nicht mehr und wir machten uns auf den kurzen Weg zum Gone West Restaurant. Diesmal etwas später. Wir wählten wieder das leckere Sirloin Steak.  

Kurz vor 19 Uhr setzten wir uns im großen Saal an die Bar zu den Musikern und ihren Groupies. Kurz darauf füllte sich der Saal mit feierwütigen Menschen. Da war kein Platz mehr frei und der Barkeeper hatte alle Hände voll zu tun. 

Ich muss schon sagen, die älteren Musiker hatten es echt drauf, Stimmung zu machen. Sie bezogen, wie im Video zu sehen, Kinder mit ein. Einige machten Line Dance und die junge Sängerin durfte ab und zu ein Liedchen singen.

Country ist jetzt nicht so unsere Musikrichtung, aber die Band rockte richtig ab. Ich ertappte mich dabei, dass meine Füße wippten und ich lauthals "country roads take me home" mitträllerte. 

 

Jedenfalls sind wir ein bisschen versumpft und der Abend war so richtig schön. 

Übernachtung: Super 8, Page

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