Hanksville -> Escalante

 

Die unerreichbare Ghosttown und ver(w)irrt im Vielfraß-Canyon 

Giles Ghosttown, Wolverine Canyon

Es gibt keine Frühstück-Coupons mehr für Stan’s Burgerbraterei im Whispering Sands Motel, sondern es steht ein Körbchen mit Snacks im Zimmer.

Uns war das egal, denn wir bevorzugten schon immer das Frühstück bei Blondie’s gegenüber. Dieses Mal hatten wir aber genügend Vorräte dabei und frühstückten auf dem Zimmer.  

 

Nach dem Auschecken fuhren wir auf dem Highway 24 in Richtung Capitol Reef Nationalpark.

Zwischen Hanksville und Caineville, so beim Milepost 110, bogen wir nach links in die Giles Road (erkennbar am Gerümpel neben der Straße) ab.

Bald nach dem Schild durfte Christine plantschen gehen.

Doch auch Heiko hatte am Furten durch den Fremont River seinen Spaß. Schließlich musste er mich am anderen Ufer absetzen, damit ich fotografieren konnte.  

 

Unser Ziel war die Giles Ghost Town, die schon länger zum Verkauf steht. Nein, wir wollten kein Rentnerdomizil erwerben, sondern einfach mal schauen. 

 

Hier entlang verlief die Bewässerungsleitung.

 Der Wegweiser war schon in die Knie gegangen, aber Heiko hat ihn wieder aufgestellt.

Ein paar Meilen weiter lag der nächste Wegweiser über dem Weg in die Wash und auch der wurde wieder verankert.

Jetzt war zwar der Weg nach unten in die Wash frei,

doch von dort aus, auf die andere Seite nach oben, von einer Flashflood total zerstört. Tja, wie soll man sich ein Grundstück anschauen, wenn die Zufahrt weggeschwemmt wurde. 

 

Wir machten uns auf den Rückweg

und hatten mal einen anderen Blick auf den Factory Butte, der mir irgendwie immer wieder gefällt.

 Noch einmal plantschen

und schon waren wir wieder auf dem Asphalt unterwegs. 

 

Vor Caineville am Mesa Farm Market

hielten wir an und schauten bei Randy, dem Bäcker, vorbei. Er checkte gerade online den Wetterbericht und sagte, dass uns in Torrey Schneefall erwarten würde. Gut, dass wir gar nicht über Torrey fahren wollten. 

 

Randy hatte noch Brote vom Vortag für 6 $ den Laib und eine Zimtschnecke für 3 $ übrig. Wir kauften ein Brot und die Zimtschnecke.

Randy ist ein ganz sympathischer Einsiedler und seine Backwaren absolut lecker. Weder das Brot, noch die Cinnamon Roll vom Vortag, waren trocken. 

 

Vor dem Capitol Reef Nationalpark bogen wir links in die Notom-Bullfrog-Road ab. Wir drei wollten lieber über Dirtroads fahren, doch die ersten 11 Meilen sind noch geteert, aber schon bald blockierte eine Kuhherde die Straße.

Mit gutem Zureden konnten wir unsere Fahrt schnell fortsetzen. 

 

Kurz vor den Switchbacks ist die Gegend einfach schön und bunt.

 

Hier geht es die Serpentinen vom Burr Trail auf einer breiten Straße hinauf.

Während dieser Reise mussten wir einige Touren improvisieren. So auch an diesem Tag. 

 

Fünf Meilen weiter bogen wir in die Wolverine Loop Road ab.

Die unbefestigte Straße ist durchweg gut gegradet, aber die Landschaft anfangs unspektakulär.

 

Mit dem nächsten Abzweig

ändert sich das, denn es gibt mehr rote Felsen. 

 

Vorbei am Little Death Hollow Trailhead, erreichten wir am frühen Nachmittag den Parkplatz vom Wolverine Canyon.

Von Bildern wusste ich, dass im Canyon ziemlich viel versteinertes Holz liegt. Der Loop mit   8,45 km kam uns gerade recht. Außer uns war noch ein Paar mit einem Hund am Parkplatz.

 

Wir starteten um 13:15 Uhr kurz nach ihnen und gingen den linken Pfad.

Vorbei an ausgewaschenen Felsen und Hoodoos inmitten versteinerter Holzbrocken

führt der Weg weiter in den Canyon.

 Ein Blick zurück.

Entlang den Pfaden liegt immer wieder versteinertes Holz.  Die Farbe kommt übrigens durch das Übergießen mit etwas Wasser besser raus.

Kristalle bildeten sich in diesem Stamm.

Dieses Rinnsal führt zu zwei riesigen Alkoven.

Wir waren schon 5 km unterwegs und es war kein Abzweig zu erkennen. Deshalb machten wir uns auf den Rückweg.

Den Abzweig an einem Wacholderbusch hatten wir glatt übersehen, doch nun waren wir auf dem richtigen Weg.

Hier gab es jede Menge versteinertes Holz, das im Laufe der Zeit in Rinnen die Berge hinunter geschwemmt wurde.

Außer anfangs am Parkplatz, haben wir keinen Menschen getroffen und folgten mangels GPS-Daten oder einer Beschreibung brav den ausgetretenen Pfaden. Doch plötzlich in einer Wash verliefen sich die Spuren im Sand. Wir gingen ein Stück zurück, doch auch da waren keine Spuren mehr zu erkennen. Wahrscheinlich sind bis dahin alle falsch gelaufen und dann umgekehrt.  

 

Da ich wieder lahmte, war mir das zu weit. Heiko peilte mit dem GPS den Parkplatz an und wir gingen Querfeldein. Wir mussten einen Slot umgehen und über einige Hügel wandern, bis endlich Christine in Sicht kam. Aus den 8,45 km laut der Infotafel wurden nach unseren Aufzeichnungen letztendlich 11,9 km. 

Die Fahrt bis zum Abzweig und durch den wunderschönen Long Canyon zog sich. Kurz nach 18 Uhr erreichten wir etwas hungrig Boulder. Das Restaurant an der Ecke hatte geschlossen. Im Hell’s Backbone Grill hatten wir nicht reserviert (wie denn auch) und bekamen gerade noch einen Zweiertisch.  

 

Das Restaurant möchte, zumindest der Karte nach, zur gehobenen Gastronomie gehören. Für eine nachgemachte Cola, denn das Original oder Pepsi führen sie nicht, bezahlten wir je 4 $. Das Gesöff schmeckte nach einer zur Hälfte mit Wasser verdünnten Cola Light, also fürchterlich. Abgesehen von Spaghetti mit Meatballs, war die zweitgünstigste Hauptspeise mexikanisch angehauchte Enchiladas mit Chicken. Auf dem Teller waren je zwei kleine Teigfladen drapiert und das eingewickelte Hühnerfleisch musste man mit der Lupe suchen. Das Abendessen kostete 61 $ und wir fuhren hungrig nach Escalante weiter. Dieses Restaurant sieht uns mit Sicherheit nie wieder.  

Im Circle D angekommen, freute sich Robert sehr über unsere spontane Reservierung. Es waren außergewöhnlich viele Zimmer frei, so dass er uns sofort umquartierte. Das online reservierte Zimmer wäre nämlich ein Dog-Room gewesen. Also keine Hundehütte, sondern ein Zimmer für Hundebesitzer samt Vierbeiner. 

Während Heiko unser Gepäck ins Zimmer stellte, quasselte ich noch eine Weile mit Robert. Gut, dass wir noch zwei Tafeln Schokolade in der Kühlbox hatten. Robert freut sich über dieses Mitbringsel immer sehr.  

Es war an dem Tag zwar sonnig, aber mit 10°C sehr frisch, so dass man abends nicht mehr draußen sitzen konnte. Dann eben ab in die Heia, damit wir am nächsten Tag früh weiterfahren können. 

Übernachtung: Circle D Motel, Escalante

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