Von Las Vegas nach Frankfurt

Rückreise

 

Zum Frühstück fuhren wir ins South Point Hotel. Die haben immer noch ein super leckeres Büffet zu günstigem Preis.  

 

Groß anzufangen war nichts mehr, also gaben wir den Mietwagen bei Avis ab und verbrachten die Zeit bis zum Abflug im Flughafen.  

 

In der Zwischenzeit wurde es immer stürmischer. Der Wüstensturm mit Böen bis zu 100 km/h sollte seinen Höhepunkt zwischen 14 und 15 Uhr erreichen. Also gerade zu unserer Abflugzeit. Im Gebäude selbst konnte man davon nichts spüren, aber die Swissport-Mitarbeiter draußen hatten ganz schön mit dem Wind zu kämpfen. Ich war jedenfalls froh, um die Mittagszeit nicht im Landeanflug mit dem klapprigen Flieger aus Salt Lake City zu sein.  

 

Das Bording der Condor verzögerte sich, weil die Maschine mit einer Stunde Verspätung in Frankfurt losgeflogen ist. Anscheinend war der Luftraum über Köln gesperrt. Um 15:30 Uhr standen wir immer noch, als eine Durchsage vom Cockpit kam, dass noch kein Rangierfahrzeug für uns frei ist. 15 Minuten später ging es endlich los, aber nicht weit. Die Maschine stoppte zwischen der Lande- und der Startbahn. Der Sturm schüttelte die 767 ganz schön durch, aber wir standen ja noch. 

 

Dann die Durchsage vom Captain: Eine Triebwerkslampe leuchtet auf und sie müssen erst mit der Technik in Frankfurt klären, ob wir starten können.

Ist doch nicht wahr, oder? Selbst auf dem Rückflug war noch der Wurm drin. 30 Minuten später starteten wir und ich hoffte, dass das Triebwerk unterwegs keine Zicken macht. Nur der Start war wegen dem Sturm etwas ruckelig, aber kein Vergleich zum Southwest Flug nach Salt Lake City. Ansonsten verlief der Flug wunderbar. Ohne Zwischenfälle erreichten wir Frankfurt am nächsten Tag. Das Gepäck kam vollständig an, nur auf die Kühlbox (von der wir uns nicht trennen konnten) mussten wir etwas warten, da sie vom Sperrgepäckband rollte.  

 

Übernachtung: Condor Boeing 767

Fazit

 

Wir reisen nun schon Jahre regelmäßig in den Südwesten der USA, aber solche Wetterkapriolen wie dieses Jahr hatten wir noch nie.  

 

Zum Großteil mussten wir wegen Regen und Sturm geplante Routen und Wanderungen umwerfen. Manche Ziele wie der Moonshine Arch, der Sago Canyon, der Lower Grey Canyon und der Black Dragon Canyon waren überhaupt nicht vorgesehen. Die schauten wir uns aufgrund der Flyer an, die in den Hotels auslagen. 

 

Der Aufenthalt in Moab war wie immer zu kurz. Im Needles District waren wir enttäuscht, dass der Salt Creek/Horse Canyon nicht mehr befahren werden und nur noch zu Fuß erkundet werden darf. Dafür braucht man aber 3 – 4 Tage und einen Shuttleservice. Den Big Spring Canyon/Elephant Canyon Loop hingegen möchten wir nicht missen, obwohl die Wanderung sehr anstrengend und aufregend war. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich ziemlich gesundheitliche Probleme und umso froher bin ich im Nachhinein, diesen Hike unter dieser Voraussetzungen bewältigt zu haben.  

 

Die Hotels waren überwiegend sehr gut, bis auf das ABVI (vormals Ramada) in Green River. Es ist zwar sauber, doch ziemlich abgewohnt und einer der indischen Betreiber ein bisschen nervig. 

 

Campingfans werden wir wohl nie werden, obwohl wir es uns schlimmer vorgestellt hatten, als es letztendlich war. Aber das Zelt kam auch nur eine Nacht zum Einsatz. 

 

Unsere Rangerbegegnungen waren dieses Jahr außergewöhnlich. Angefangen von den Models im Needles District, über Ranger Conchita bis hin zum frustrierten BLM-Angestellten aus Escalante.  

 

Den Aufwand/Umweg nach Salt Lake City wegen dem Special SUV hätten wir uns komplett sparen können. Doch wer konnte ahnen, dass das Wetter dermaßen verrückt spielt. Wir konnten Dusty, den Jeep Rubicon, nicht fordern, aber es war dennoch ein ganz anderes Fahrgefühl.  

 

Nach unserer Rückkehr nagte der Frust noch sehr lange an mir und zum ersten Mal seit Jahren habe ich bis heute noch immer keinen Flug für 2017 nach Übersee gebucht, obwohl ich mich mittlerweile wieder mit dem Südwesten versöhnt habe.  

 

Das liegt auch daran, dass man durch den Reisebericht die Erlebnisse Revue passieren lassen kann. Und so schlecht fand ich unsere  "Ausbeute" letztendlich gar nicht.  

 

Es war die letzten Jahre oft so, dass wir erst im 2. Anlauf Wunschziele erreicht haben -  kurzum: EIN GRUND ZUM WIEDERKOMMEN.

The End

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