Escalante

Hikes: Collet Top Arch, Old Boulder Mail Trail

 

Auch dieser Tag versprach wettermäßig gut zu werden, doch auch das beruhigte mich in Bezug auf den Rückflug nicht. Die nächste heftige Sturmfront kündigte sich unweigerlich an. 

 

Zum heutigen Highlight bogen wir in die Smokey Mountain Road ab, die anfangs sehr breit und gut gegradet ist.

 

Die Gegend ist eher langweilig und erinnert an eine Mischung zwischen Schwäbischer Alb und Schwarzwald.

 

Später wird die Road etwas schmaler, felsiger und führt an einer Ranch vorbei.

 

An der Ranch zweigt die Piste in Richtung Big Water bei Page oder in die Croton Road zum Collet Top ab. Die Croton Road ist naturbelassen und wird nicht gegradet.

Für die insgesamt 32 Meilen bis zur Parkmöglichkeit haben wir 2 Stunden gebraucht.

 

Von dort aus schlugen wir uns bald in die Büsche, denn die Piste führte laut GPS immer weiter vom Arch weg. Auch diesmal zickte unser Garmin um die Mittagszeit. Vielleicht ordnen die dort oben die Satelliten neu oder machen doch Mittagspause? 

Jedenfalls gingen wir ein paar Mal gefühlt im Kreis, bis wir den Collet Top Arch sahen

 

Der Arch ist eine Besonderheit und das nicht nur wegen seiner Abgeschiedenheit, sondern auch, weil sich darunter ein Granary befindet.

 

Wir stiegen auf der Rückseite hinauf, um zu spähen.

 

Doch weit und breit nur Wacholderwald und dieses Schätzchen dazwischen. 

 

Hin und zurück haben wir 1,5 Stunden gebraucht. Am Auto packten wir unsere Campingstühle aus und ließen uns die Stullen, die ich morgens mit Putenbrust, Käse, Tomaten und Gurken belegte, mit kalter Cola schmecken.  

 

Da machte sich ein Gefühl der Zufriedenheit breit, aber auch Wehmut, dass die schöne und erlebnisreiche Zeit inmitten der Buntsandsteine bald wieder vorbei sein wird.  

Wir fuhren die Strecke gemütlich in 2 Stunden wieder zurück.

 

Eigentlich lag der Horizon Arch noch auf der Strecke, doch 4 – 6 Stunden Wanderzeit war uns an dem Nachmittag zu viel.  

 

Wir fuhren beim BLM vorbei und fragten nach kurzen Wanderungen. Bis auf den Boulder Mail Trail kannten wir jedoch alle und auch dieser wäre mehrtägig. Aber man kann jederzeit umdrehen und so passte es uns.  

 

Der Parkplatz vom Escalante Town Trailhead beginnt gleich nach dem Friedhof am Ortsausgang. Hier toben sich Motocross-Fahrer auf den bunten Hügeln aus.

 

Ein Blick auf die Weideflächen der Turn-About-Ranch,

 

bevor der Pfad nach unten zum Escalante River führt.

 

Der Escalante muss ständig überquert werden

 

und der Canyon verengt sich immer mehr.

 

Es war erstaunlich, wie viele Leute auf dem Trail unterwegs waren. 

 

Irgendwann kam uns ein BLM Angestellter mit einer Plastiktüte entgegen. Ich dachte zuerst, er habe Fische gefangen, doch er war nur zum Müll sammeln abgestellt und entsprechend seine Laune. Er wetterte gegen alles und jeden. Dass die Wanderer ihren Müll nicht mitnehmen usw. und so fort. 

 

Als er sich etwas beruhigt hatte, fragte er uns, woher wir kommen und was wir so alles gesehen haben. Ich erzählte ihm vom außergewöhnlichen Collet Top Arch und da giftete er mich an, wie wir überhaupt davon wissen, wo der sich befindet. Die Touristen würden alles zertrampeln. Als ich ihn darauf hinwies, dass die ATV Fahrer viel mehr kaputt machen, hättet ihr sein Gesicht sehen sollen.  

 

Er meinte noch, das Escalante aufstrebend sei und jetzt ein neues Medical Center und einen Baustoffhändler hat. Ich glaube nicht, dass die Touristen einen Baustoffhändler brauchen und sagte ihm, dass wir in vielen Jahren die Entwicklung von Escalante beobachtet haben und und sich der Ort, meiner Meinung nach, eher zu einer Ghosttown entwickelt. Das war ihm dann zu viel und er ging seines Weges.  

 

Du liebe Güte, der Mann hatte wohl ein große Portion Pitbull-Futter zum Lunch, so schräg war der drauf. Wir ließen ihm einen Vorsprung und gingen dann den Weg zurück. 

 

Bei Nemo

vis-à-vis von der Historic Cabin

 

bestellten wir uns einen Hamburger mit Pommes. Das war unser Abendessen.  

 

Da wir am nächsten Tag abreisten, übergaben wir Robert unsere Campingstühle, sowie den großen Wassercontainer. Wahrscheinlich hortet er das Zeug in seinem Auto oder hinter der Rezeption. Vielleicht hat er die Sachen in ein paar Jahren noch, aber darauf verlassen würde ich mich nicht.  

 

Den Abend verbrachte ich wieder mehr oder weniger vor dem Notebook in verschiedenen Wetterportalen, vor allem bei Generalaviation. Der US National Weather Service liefert stets aktuelle Informationen an alle Flughäfen und die Prognosen für den Rückflug wurden immer schlimmer. Werde ich bei diesen Aussichten ins Flugzeug steigen? Doch erst einmal eine Nacht darüber schlafen.  

 

Übernachtung: Circle D, Escalante

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