Escalante

Hike: Bement Arch

POI: Chimney Rock, Devils Garden

 

Die Wetteraussichten machten mich ganz kirre und dementsprechend schlecht hatte ich geschlafen. Beim Blick in den Spiegel starrte mich die Frau der Ringe an. Aber in der Abgeschiedenheit des Tagesziels, waren die Augenringe egal. 

Zuerst einmal machten wir uns Frühstück und nebenher lief natürlich der Weather Channel. Wir hatten für 3 Nächte den Room # 1 reserviert und da ist eine Küchenzeile dabei. Der Abwasch wurde noch erledigt, doch dann machten wir uns auf den langen Weg auf der Hole in the Rock Road (HITRR). Es war an dem Tag zum ersten Mal fast windstill und die HITRR auf der halben Strecke waschbrettartig gegradet. Selbst mir als Fahrerin ist auf der Road immer schnell langweilig. Erst im letzten Viertel wird die Strecke abwechslungsreicher

 

 

Manche Felsplatten schafften es nicht mich auszubremsen, dafür dieser Kuhkindergarten.

 

Die hatten die Ruhe weg und ich musste wieder einmal aussteigen und die übermütigen Paarhufer verscheuchen.

 

Nach knapp 50 Meilen und 2,5 Stunden Fahrtzeit waren wir endlich an der Parkmöglichkeit angekommen.  

 

Nach eine paar Dehnübungen (in unserem Alter rostet man nach so langer Fahrt etwas ein) schnürten wir die Wanderstiefel und marschierten am Rim entlang.

 

Der Streckenverlauf ist ziemlich hügelig, sandig und erst im letzten Viertel auf Sandstein fanden sich wenige Steinmännchen.

 

In einer geschützten Senke ein Blümchenfeld.

 

Ein letzter Abstieg über Slickrocks und nach 1 Stunde 15 Minuten erblickten wir den Bement Arch am steilen Abgrund.

 

Den Arch selbst kann man von dort aus nicht erreichen. Dazu müsste man noch einiges weiter bis zu einem sicheren Abstieg in den Davis Gulch wandern.  

 

Der Bement Arch ist einer der größten Steinbögen in den Canyons of Escalante und der Durchbruch eines Alkovens. Wind, Wetter und Niederschläge formen solche Alkoven aus.

 

Wir machten 15 Minuten Pause, mein Durst war groß,

 

doch wir hatten genug Wasser dabei. Ich wollte einfach mal schauen, ob da der vielleicht der Wurm drin ist ähm solche Urzeitkrebse und andere Insekten herum schwimmen. War aber nichts zu sehen.  

 

So machten wir uns auf den Rückweg zum Auto,

 

das am Fuße der Smokey Mountains stand.

 

Nach 3 Stunden (2,75 Stunden reine Gehzeit) waren wir wieder am Auto. 

 

200 m entfernt (gut so, wegen meinen Augenringen) hatte sich ein weiteres Auto dazugesellt und der Fahrer zog gerade sein T-Shirt aus. Er winkte uns kurz zu. Es sah jedenfalls nicht nach einer Panne aus.  

 

Obwohl wir nur noch 5 – 10 Meilen vom Hole in the Rock entfernt waren, hatten wir keine Lust, das letzte Stück weiterzufahren. Schließlich muss man die elend lange Strecke auch wieder zurück. Ein kurzer Stopp vorm Dance Hall Rock musste aber noch sein.

 

Ursprünglich war noch ein Abstecher zum Sunset und Moonrise Arch angedacht, doch da hätten wir nochmals 2 – 3 Stunden durch den Sand stapfen müssen.

 

Irgendwann unterwegs riss uns eine einsame Felsnadel aus der Lethargie, der Chimney Rock.

 

Siehe da, es gibt sogar einen Abzweig mit Schild only 4 x 4 drive. Es sind genau 3 Meilen bis zum Rock und 1,5 Meilen davon sind ziemlich sandig

 

und an einigen Stellen tief gefurcht.  

Was für ein Kaventsmann, dieser Fels.

 

Alle Cowboys schienen an dem Nachmittag am vorderen Teil der HITRR unterwegs und verluden die Rinder.

 

An einem Corral fing ein Cowboy ein Kälbchen mit dem Lasso ein, gab seinem Pferd die Sporen, so dass das Kälbchen mit einem Ruck umgerissen und ein Stück hinterher gezogen wurde. Ich fand das sehr rabiat. Das sollte man mal mit dem Cowboy machen … Ein weiterer Cowboy kam mit etwas in der Hand an. Ich wollte mir weder das Ohrmarkenpiercing, noch die Kastration anschauen und war froh, dass wir vorbeifahren konnten.  

 

Mit dem Devils Garden ist es so, wie mit dem Valley of Fire. Obwohl ich schon so oft dort war, ist ein Abstecher Pflicht.

 

Ich weiß nicht, warum es Teufelsgarten heißt, denn für mich sieht das nach versteinerten Zwergen aus.

 

An dem Abend hatten wir keine Lust auf die Eatery und eine Enttäuschung im Cowboy Blues wollten wir uns ersparen. Das Prospector Restaurant sucht einen neuen Pächter und auf einen Hamburger hatten wir keine Lust.  

 

Bei so viel Weiderindern sollte man davon ausgehen, dass der örtliche Supermarkt leckere Steaks anbietet. Doch das was wir an komisch grün verfärbtem Fleisch in der Gefriertruhe gesehen haben, veranlasste uns nicht zum Kauf. Schade, denn Grillkohle hätten wir noch genügend gehabt und Weber Kugelgrills stehen neben dem Schuppen vom Circle D zur Verfügung. Letztendlich kochte ich uns Spaghetti mit Tomatensauce und ein Gurkensalat rundete das vegetarische Mahl ab.  

 

Am Abend verglich ich wieder alle Wetterportale miteinander, doch die Vorhersagen wurden immer schlimmer.

 

Übernachtung: Circle D, Escalante

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