Broken Bow Arch, Devils Garden ...

Zimmer Nr. 1 (die Suite) des Circle D besteht aus einem Schlafzimmer und einer Wohnküche. Ist das schön, wenn man morgens gemütlich frühstücken kann.

Im Küchenschrank war Porzellangeschirr, doch wir hatten uns die Tage so sehr an Plastik gewöhnt und zudem verzichte ich im Urlaub gerne auf den Abwasch, wenn die Wildnis ruft.

Das dies so ein verletzungsreicher Tag wird, konnte ich zu diesem Zeitpunkt nicht ahnen.


Um 7 Uhr starteten wir in Richtung Hole-in-the-Rock-Road (HITRR). Nach 1,25 Stunden und knapp 43 Meilen erreichten wir den Parkplatz. Eine längere Fahrt auf der HITRR mag ich gar nicht. Abgesehen von den vielen Schlaglöchern ist sie mir zu langweilig und ich schlafe am Steuer fast ein. Gut, dass man beim Wandern wieder wach wird.

 

Am Parkplatz angekommen weist dieser Hoodoo den sandigen Weg in den Canyon.

Unten angekommen geht man immer in der Wash, vorbei an drei kurzen Slotcanyons, die oberhalb umgangen werden können.

Bald schon war dichtes Gestrüpp lästig.

Der Pfad (Weg wäre hier unpassend) führt am Willow Gulch, einem Bach, entlang. Dieser Bach muss auch einige Male überquert werden.

Nach 1,5 Stunden und stetigem Kampf mit dem Gestrüpp steht man plötzlich vor dem gewaltigen Broken Bow Arch.

Der tolle Arch tröstet leider nicht über den Rückweg hinweg, der wieder durch dichtes Gestrüpp führt.

Das Gestrüpp peitschte uns regelrecht die Unterarme blutig und ohne Sonnenbrille wäre es, im wahrsten Sinne des Wortes, ins Auge gegangen.

 

Doch noch eine Schikane ;-) erwartete uns. Zum Schluss fordert eine 60 m hohe Sanddüne die ganze Willenskraft heraus.

Nach 2,5 Stunden und 6 km Fußmarsch waren wir wieder am Parkplatz. Der Arch ist sehenswert, doch in Anbetracht des Weges belassen wir es definitiv bei diesem Besuch.

 

Auf weitere Abenteuer hatten wir - zu diesem Zeitpunkt - keine Lust mehr und so fuhren wir die HITRR zurück. Der Devils Garden hatte nach Jahren einen 2. Besuch verdient und dort ließen wir einfach mal die Seele baumeln.

Der Metate Arch:

Nach diesem Ausflug in die zauberhafte Märchenwelt war es uns am frühen Nachmittag etwas langweilig. Wir bogen in Escalante ab und fuhren an den Camps der Turn-About-Ranch vorbei.

Die Turn-About-Ranch ist eine christliche Institution für schwer erziehbare Kinder. 2008 wurde in dieser Working Ranch die erste Staffel von "Teenager außer Kontrolle" gedreht.

 

Die Camps befinden sich an der Hells Backbone Road und diese präsentiert sich kurz darauf erstaunlich farbenfroh.

Tja, das Wetter war herrlich, die Temperaturen angenehm und uns Esel wurde es zu wohl :-).

Am Upper Box Trailhead der Box Death Hollow Wilderness wollten wir uns noch ein bisschen die Beine vertreten. In der Registerbox las ich in den Kommentaren immer wieder "deep creek". Keine 10 Meter und wir standen vor der ersten Bachüberquerung. Da lagen die Steine noch geschickt angereiht. Die nächste Bachschleife ließ nicht lange auf sich warten. Hier war der Bach tiefer und nur ein instabiler Stamm führte auf die andere Seite. Darauf balancieren wollte ich eigentlich nicht, denn das Wasser war eisig kalt.

 

Da lag ein Brückenbau doch nahe. Zuerst einmal suchten wir alle großen Steine zusammen und warfen sie ins Wasser. Blubb - weg waren sie. Der Creek war einfach zu tief. Ich fand eine 1,5 m lange Astgabel und reichte sie Heiko schwungvoll rüber. Dabei drehte sich der Ast und die Gabel rammte sich mir in den rechten Oberschenkel ähm Gesäß -> autsch und ein blauer Fleck mit 12 cm Durchmesser. Das hielt uns aber noch nicht vom Brückenbau ab. Heiko fand noch 2 Zaunpfähle im Gebüsch. Nun war die Brücke begehbar, aber noch nicht vom TÜV abgenommen. Nachdem wir nach weiteren 10 m schon wieder vor der nächsten Bachschleife standen, gingen wir zurück.

 

Ich ging zuerst über die Brücke und da rutschten die Pfähle auseinander. Nun ist mir auch klar, warum das Hechtsprung heißt, denn genau diesen musste ich machen, damit ich (noch wichtiger: die Kamera) nicht im eiskalten Creek lande. Der Creek war breiter als gedacht und so landete ich auf den Schienbeinen am Ufer. Heiko bekam nur nasse Wanderstiefel. Während ich zusah, wie mein Unterschenkel binnen Sekunden an Umfang und Farbe zunahm, machte er noch schnell ein Bild vom gescheiterten Brückenbau.

Da mir alles weh tat, konnte ich in dieser Nacht keine richtige Schlaflage finden. Wenigstens war nichts gebrochen.

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