Ramsey Canyon und Tombstone

Unter dem Ramsey Canyon hatte ich mir eigentlich etwas ganz anderes vorgestellt. Bei der Reiseplanung bin ich auf ein Foto mit einer bunten Felsklippe gestoßen, die mir auf Anhieb gefallen hat. Die musste ich sehen! 

Der Ramsey Canyon ist ein herrliches Schutzgebiet eines Naturfreundevereins – The Nature Conservancy. Vor allem Vogelfreunde aus aller Welt besuchen den Canyon aufgrund des Artenreichtums. Rund 170 Arten, davon sämtliche Kolibriarten, leben behütet in dieser kontrollierten Wildnis. 

Dieser Kolibri war sehr verspielt und flog ständig dicht über unsere Köpfe hinweg.

Die Zufahrt beginnt  6 Meilen außerhalb von Sierra Vista (US 92 in Richtung Douglas). Am Vorabend sind wir schon daran vorbeigefahren, denn nur ein grünes Straßenschild mit dem Aufdruck Ramsey Canyon Road weisst den Weg. 

 

Die Straße ist eine Sackgasse und endet am Naturschutzhaus.

Der Eintritt pro Person beträgt 6 $. Nur dann hat man die Möglichkeit, den ca. eine Meile langen Trail zu laufen.

Ramsey
Ramsey

Auf meine Frage hin, wie lange man dafür benötigt, wurde uns gesagt, zwischen einer und sechs Stunden. 6 Stunden für 1 Meile? Ach was,  ich such doch nur die Klippe. 

 

Der  Weg führt an dieser Hütte

und seinem Bewohner vorbei.

Schade, dass die gigantischen Sycamore Platanen noch so kahl waren  :-( .

Das Haus ist schon zerfallen, aber der Kamin nach wie vor stabil.

Und endlich, die bunte Klippe (leider kommt man nicht näher dran, da ein Sumpfgebiet dazwischen liegt).

Danach steigt der Weg langsam an und es kommt der Abzweig zum Hamburg Trail.

Hamburg ist doch Flachland ;-), doch dieser Trail endet auf dem Miller Peak. In kurzen steilen Kehren mit vielen Stufen schlängelt sich der Weg nach oben und jetzt wusste ich auch, warum die Zeitangabe von ... bis ist.  

 

Heiko war zwar wieder wohlauf, aber noch kraftlos. Wir mussten öfter eine Pause einlegen. Zwischendurch gibt's einige Bänke zum Ausruhen und wir sind nicht an jeder vorbei gelaufen. 

 

Wie Ihr wisst, gibt es beim Wandern und Klettern die Einteilung in Schwierigkeitsgrade. Nach den Fahrtagen war auch ich etwas kurzatmig unterwegs und habe auf dieser Strecke meine eigenen Schwierigkeitsgrade festgelegt: 

  • Grad 1: Da kann Oma mit
  • Grad 2: Da bleibt Oma zurück
  • Grad 3: Das trau ich mich nicht

Beim Hamburg Trail handelt es sich um eine Grad 2 - Wanderung. Bevor ich jetzt aber Proteste entgegen nehmen muss, sei gesagt, dass ich damit nicht die 75jährige Marathonläuferin meine, die mindestens 1 x im Jahr das Matterhorn besteigt.

 

Nach 45 Minuten sind wir mit Schnappatmung oben angekommen und haben damit den Trainingslauf für den nächsten Tag absolviert.

Auf jeden Fall würden wir diesem Idyll nochmals einen Besuch abstatten. Allerdings dann eher ab April, wenn die Vegetation ihren Winterschlaf beendet hat, alle Zugvögel eingetroffen sind und es nicht mehr so schattig ist.  

 

Nachmittags trafen wir in Tombstone ein und parkten in der Nähe vom Courthouse:

Gun Fight Anbieter werben um Zuschauer für ihre Westernshows.

Der sitzt wohl schon länger hinterm Tresen.

 

und noch ein öffentliches Verkehrsmittel:

Das Örtchen ist nett anzuschauen. Allerdings konnten wir dieser nachgestellten Westernstadt keinen Reiz abgewinnen. Wahrscheinlich waren einfach unsere Erwartungen zu groß. 

 

Wir fuhren an diesem Tag noch bis Willcox, denn dort hatten wir im 

Logis: Best Western Plaza Inn, Willcox

Note: mangelhaft

ein Zimmer reserviert. An der Rezeption stand eine betagte Dame und schätzungsweise 80 Jahre alt. Sie hat uns ein Zimmer zugewiesen, das im Innenhof mit Blickrichtung auf Pool und Restaurant war. Vor unserem Zimmer der Treppenaufgang. Als wir die Türe öffneten, kam uns ein modriger Geruch entgegen und lüften half nicht wirklich. Sauber war das Zimmer, allerdings war eine Renovierung von Nöten. 

Es war schon spät und ich wollte nicht schon wieder eine neue Bleibe suchen. Hätt ich's bloß gemacht, denn in dieser Nacht konnte ich bis 3 Uhr früh kein Auge zumachen! Es war Freitag und Karaoke in der angrenzenden Bar. Anscheinend musste jeder Gröler an unserem Zimmer vorbei oder zumindest die Treppe hoch. Als ich das am nächsten Morgen reklamiert habe, sagte man mir, dass die Polizei des öfteren nachts für Ruhe sorgen müsse. Somit ist diese Unterkunft leider nicht empfehlenswert.

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