Die Tage zuvor und die Anreise

Peru war nicht nur unsere bisher anstrengendste, sondern im Vorfeld auch die nervenaufreibendste Reise.

 

Eine Woche vor Abreise wartete ich auf die abschließenden Informationen der Reiseagentur. Katja, die bisher sehr zuverlässig war, meldete sich einfach nicht mehr. Fünf Tage vor dem Abflug stürzte meine Schwester schwer. Dabei brach sie sich den Oberarm und die Schulter. Sie wurde sofort operiert und fiel als Haus- und Katzensitter aus. Jetzt war guter Rat teuer, denn die meisten unserer Nachbarn mögen keine Katzen. Eine tierliebe Nachbarin erbarmte sich glücklicherweise.

 

Drei Tage vor der Abreise hatte ich noch immer keine Informationen und zweifelte an der Reiseagentur. Die Zweifel verstärkten sich, nachdem ich montags um 14 Uhr während der Geschäftszeiten bei Trip.me anrief und mir die nette Stimme vom Band mitteilte, dass ich außerhalb der Geschäftszeiten anrufe, die von Montag bis Freitag von 9 – 18 Uhr sind. Ich überlegte hin und her, ob wir überhaupt fliegen sollen, denn die Reise schien unter keinem guten Stern zu stehen. Um 17:30 Uhr rief ich nochmals bei Trip.me an und hatte endlich eine Mitarbeiterin am Telefon. Die hatten doch glatt vergessen, das Band auszuschalten. Sie gab mir die Mobilnummer von Katja, die ich dann über WhatsApp kontaktierte. Aufgrund der Zeitverschiebung erhielt ich die abschließenden Informationen am nächsten Morgen per Mail. Nun konnte ich mich etwas entspannen.

 

Am Abreisetag standen wir um 2 Uhr nachts auf, da die Maschine von Frankfurt nach Amsterdam bereits um 7:00 Uhr startete. Der Flug mit der Embraer 190 war sehr gut, allerdings war es in der Maschine so runtergekühlt, dass man sich Frostbeulen holte. Gut, dass wir nur eine Flugstunde frieren mussten. In Schiphol hatten wir zwar vier Stunden Aufenthalt, doch aufgrund der langen Wege von Terminal B nach E war uns das so lieber, als nach dem späteren Flug durch die Flure hetzen zu müssen.

 

Wir durften in diese Boeing 777 mit schöner Sonderlackierung einsteigen.

 

 

Die Flugroute irritierte uns kurz, denn wir flogen oberhalb an London vorbei

 

und dann ging es direkt in Richtung Südamerika über den Atlantik.

 

Das Sicherheitsvideo der KLM war klasse.

Die meiste Zeit flogen wir über den Atlantik und es war bewölkt. Erst über den Anden klarte es etwas auf.

Die Filme Free Solo (der Kletterer ist echt lebensmüde) und A star is born mit der Lady sorgten dafür, dass man nicht ganz GAGA wurde.

 

Nach einem langen Ritt von über 12 Stunden befanden wir uns im Landeanflug entlang der Küste

 

 

und landeten in der Dämmerung in Lima.

 

Vor den Einreiseschaltern des viel zu kleinen Airports bildeten sich lange Schlangen, doch letztendlich ging die Immigration recht schnell. Man bekommt neben dem Stempel eine sog. TAM (Tarjeta Andina de Migración) in den Pass gelegt und diesen Zettel sollte man möglichst nicht verlieren. Obwohl er bei der Ausreise nicht mehr abgegeben werden muss, wird aber im Falle eines Verlustes eine Geldstrafe fällig.

 

Nachdem wir unsere Koffer vom Band geholt hatten, zogen wir am Automaten noch etwas Bargeld und gingen danach zum Ausgang. Dort warteten unzählige Leute mit Namensschildern auf die Ankömmlinge. Wir gingen mehrmals durch die Reihen, doch unseren Namen fanden wir nicht. Ich wollte Katja kontaktieren, doch mein Phone bekam keine Verbindung mit dem Flughafen-Wlan. Nach 15 Minuten entdeckte ich endlich das Schild mit unserem Namen. Francisco, der deutschsprachige Mitarbeiter der Agentur, steckte im Stau und traf verspätet ein. Ich war schon so weit, dass wir uns ein Taxi zum Hotel nehmen, denn nach 23 Stunden auf den Beinen waren wir ziemlich genervt.

 

Leider ist Lima dem Verkehr nicht gewachsen und so dauerte die Fahrt zum Hotel im Stadtteil Miraflores nochmals knapp 2 Stunden. Francisco übergab uns neben weiteren Informationen zum Tourenverlauf unsere Bustickets und erzählte unterwegs viel über die Stadt, auch wenn wir nicht mehr so ganz aufnahmefähig waren. Wir haben aber schnell bemerkt, dass die Hupe in Peru das wichtigste Autoteil ist.

 

Endlich erreichten wir das Hotel Sol de Oro und bekamen ein sehr geräumiges Zimmer im 6. Stock.

 

 

Noch schnell geduscht und dann fielen wir todmüde ins Bett.

 

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