Steingarten

Von San Quintín nach Cataviña

Da das hoteleigene Restaurant erst ab Mittag geöffnet hat, empfahl man uns ein Frühstückslokal mitten in der Stadt.

Draußen waren alle Parkplätze belegt


und drinnen fast alle Tische von Einheimischen besetzt. Wir fanden noch einen freien Tisch und erhielten das beste Frühstück auf der ganzen Reise.  

Bevor jedoch das Omelett mit Shrimps serviert wurde,

erhielten wir zum Appetitanregen zwei frisch gebackene Süßteilchen und danach noch Quesadillas (mit Käse gefüllte Tortillas). Eigentlich war man davon schon satt - eigentlich. 

Gut gestärkt besuchten wir nochmals kurz den Calimax Supermarkt gegenüber, denn wir mussten unsere Wasservorräte auffüllen, da es die nächsten Tage keine Einkaufsmöglichkeit mehr gab.  

63 km weiter in El Rosario tankten wir den Jeep voll, denn danach folgt die längste tankstellenfreie Strecke der ganzen Halbinsel.

El Rosario hat nur eine Tankstelle und die ist dementsprechend sehr gut besucht. Der Reifendruck war etwas niedrig, so dass Heiko nach dem Tanken die Luftpumpe ansteuerte, doch die Einfüllstutzen waren abgerissen.

In El Rosario ist das aber kein Problem, denn die Hauptstraße ist von Reifenwerkstätten gesäumt.

Weil der junge Mann nichts dafür haben wollte, gaben wir ihm wenigstens ein Trinkgeld. 

Außerhalb von El Rosario finden sich die letzten grünen Gemüse- und Erdbeerfelder,

bevor nur noch genügsame Wüstenpflanzen gedeihen.

Dann führt der Transpeninsular Highway


1,5 Stunden quer und weiterhin gebirgig über die Halbinsel


bis zu den Granitblöcken bei Cataviña. Dazwischen gibt es übrigens so gut wie nichts und oft sieht man 20 Minuten lang kein weiteres Fahrzeug. Manchmal ist dann Rushhour  ;) und es kommen gleich drei entgegen. Schnell fahren ist auch nicht, denn nur stellenweise ist der Highway frisch geteert. Meistens entspricht der Zustand und die Breite der Hauptverbindungsstrecke einer sehr ländlichen deutschen Nebenstraße mit tiefen Schlaglöchern. 

Die Höchstgeschwindigkeit beträgt maximal 80 km/h aufgrund der kurvigen Strecke, den Straßenverhältnissen oder Kühen, die hinter einer Kurve plötzlich dicht am Straßenrand grasen.  

Einzige Abwechslung war der zweite Militärposten auf der Strecke. Die hatten wohl etwas mehr Langeweile und interviewten uns. Übrigens: Keiner der Soldaten sprach auch nur ein Wort Englisch. Als wir nach der Nationalität und dem Ziel unserer Reise gefragt wurden, durften wir passieren.  

Ca. 30 km vor Cataviña beginnt die schönste Landschaft der Baja California - das Cataviña Boulderfield.


Dort ist es ein bisschen so wie im Joshua Tree NP, nur dass es keine Joshua Trees gibt.  

Dafür gibt es die außergewöhnliche Boojum Pflanze

die sich zu den Cardon-Kakteen (der mexikanischen Verwandtschaft vom Saguaro) gesellt.

An einer der wenigen Haltebuchten begegnete uns dieser Coyote

und weil wir nichts zu essen auspackten, lief er in aller Gemütsruhe davon. 

Ach, war das schön hier! So ein riesiger wunderschöner natürlicher Kakteen-Steingarten.

Kurz vor dem kleinen Ort Cataviña gibt es ein ehemaliges und mittlerweile verfallenes Museumsgebäude.

Ein kleiner Pfad führt etwas ins Gelände und irgendwo soll es auch Felsmalereien geben. Wir konnten aber keine in diesem verwahrlosten Areal erkennen.  

Cataviña selbst hat bestimmt schon bessere Zeiten erlebt, denn ein verfallenes Gebäude sah nach Tankstelle aus. Nun verkaufen Straßenhändler den Sprit aus Kanistern, falls jemand vergisst, rechtzeitig zu tanken.  

Es gibt aber ein schönes Hotel, das Mision Cataviña. Es ist eines von sieben Mision Inns, die entlang der Transpeninsular den ersten Baja Touristen Unterkunft gewährten und entsprechend immer noch hochpreisig sind.

Das Hotel hat ein klösterliches Ambiente mit dicken Mauern, sauberen Zimmern, einen schönen Innenhof mit Wandelgang und Pool, sowie ein Restaurant, das trotz dieser Abgeschiedenheit nicht überteuert ist. In dieser Gegend gibt es kein Netz, weder WiFi noch Handy.  

Hier mal ein paar Bilder vom Hotel

Nach dem Abendessen (Fajitas) gingen wir noch ein bisschen durch die Wildnis hinterm Hotel.

Danach saßen wir eine Weile im Innenhof und unterhielten uns mit zwei deutschen Männern, die den langen Weg von Mexiko City aus in die Baja unternommen haben. Sie wollten von La Paz aus im Süden mit der Fähre wieder aufs Festland zurück. Das waren bis dato die einzigen Europäer, denen wir begegnet sind.  

Schlafen konnten wir hinter den dicken Klostermauern sehr gut. 

Hotel: Hotel Mision Cataviña

Preis: 82 € ohne Frühstück


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